CO2-Preis Entwicklung – fossiles Heizen wird teurer

Gute Nachricht für alle, die noch mit Öl oder Gas heizen – zumindest kurzfristig: Der Koalitionsausschuss hat sich am 12. Mai 2026 darauf verständigt, dass der deutsche CO2-Preis 2027 nicht steigen soll. Der aktuelle Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne, der 2026 gilt, soll auch im kommenden Jahr Bestand haben. Die Bundesregierung will damit Preissprünge beim Heizen verhindern.

Hintergrund ist eine Änderung auf europäischer Ebene: Ursprünglich sollte der CO2-Preis ab 2027 an den europäischen Emissionshandel gekoppelt werden. Doch die EU hat entschieden, den EU-weiten CO2-Preis für Gebäude und Verkehr (ETS 2) nicht wie geplant 2027 starten zu lassen, sondern erst 2028.

Die Verschiebung ändert allerdings nichts an der langfristigen Richtung. Im ETS 2 müssen Unternehmen, die Heizöl und Erdgas verkaufen, Zertifikate erwerben, deren Preis sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Da voraussichtlich deutlich mehr Zertifikate gebraucht werden als zur Verfügung stehen, dürfte das den Preis in die Höhe treiben – und die Kosten werden an die Verbraucher weitergegeben. Prognosen rechnen für das Jahr 2030 bereits mit einem CO2-Preis von 120 bis 150 Euro pro Tonne.

Was heißt das konkret? Zur Einordnung: Bei einem typischen Haushalt mit 20.000 kWh Gasverbrauch verursacht schon ein CO2-Preis von 55 Euro pro Tonne Zusatzkosten von rund 222 Euro pro Jahr – bei doppeltem Preis entsprechend mehr.

Unser Fazit: Die Atempause für 2027 ist eine gute Gelegenheit, in Ruhe zu planen statt unter Druck zu handeln. Wer seine alte Öl- oder Gasheizung in den nächsten Jahren ohnehin ersetzen muss, sollte die aktuell noch attraktiven Förderbedingungen nutzen und den Umstieg auf eine zukunftssichere Heizlösung jetzt angehen. Wir beraten Sie gerne unverbindlich zu Ihren Möglichkeiten.

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